Green Oil

 

Green Oil – Neue biogene Kraftstoffe

Biogene Kraftstoffe werden mineralische Kraftstoffe mehr und mehr verdrängen, da die Verwendung von Öl nicht auf Dauer so weiter gehen kann, wie bisher. „Peak-Oil“, der Höhepunkt der Erdölförderung liegt hinter uns. Dem Einsatz neuer biogener Kraftstoffe gehört die Zukunft. Der Einsatz biogener Kraftstoffe der ersten Generation hat sich in den letzten 10 Jahren mehr als verfünffacht. Dazu wird auf den Vortrag von Prof. Dr. Ing. Jürgen Leohold von der Volkswagen AG, Wolfsburg zu „Biogene Kraftstoffe – Potenziale und notwendige Rahmenbedingungen“ – unter http://www.zukunftsenergien.de/hp2/downloads/vortraege/leohold-vortrag.pdf verwiesen.

Mittlerweile lässt sich sogar Super-Benzin mit über 98 Oktan daraus gewinnen; die Wissenschaft hat sogar schon Kerosin (Flugzeugbenzin) daraus herstellen können. Biogene Kraftstoffe der 2. Generation auf der Grundlage von Pflanzenabfällen oder Algen sind in der Entwicklung.

 

Logo: Grün Öl

 

1. Produktionsgrundlage (Pflanzen/Algen – Konkurrenz zu Nahrungsmitteln?)

„Green-Oil“ (Diesel und O 98), wie auch der herkömmliche Biodiesel, werden heute aus ölhaltigen Pflanzen gewonnen, wie Raps, Soja, und ähnlichen Erzeugnissen der Landwirtschaft (z. B. Ölsaaten, Palmöl) und aus Bioalkohol gewonnen, die allesamt den Nachteil haben, dass die Treibstoffproduktion in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion stehen oder den klimaschädlichen Raubbau an Wäldern begünstigen.

Doch gibt es inzwischen Ansätze, auch aus Pflanzenresten oder Algen (Mikroalgen) die Biomasse für die Treibstoffproduktion zu gewinnen. Mikroalgen wandeln Sonnenlicht mit einem Wirkungsgrad von mindestens drei Prozent viel effizienter in ölreiche Substanzen um als Bäume oder Grünpflanzen vom Feld. Sie wachsen binnen fünf bis sieben Tagen heran und können daher ganzjährig geerntet werden. Mit einem Ölgehalt von 50 % und mehr liefern sie den idealen Rohstoff für die Treibstoffherstellung.

Bei der Umwandlung von Sonnenlicht (Photosynthese) verbrauchen Mikroalgen zugleich Kohlendioxid und könnten dieses Treibhausgas bis zu ihrer Verbrennung aus der Atmosphäre entziehen. Auch die hohe Qualität des Algensprits überzeugt. So startete der europäische Luftfahrtkonzern EADS jüngst ein Sportflugzeug, dessen einer Propellermotor mit purem Algensprit sogar effizienter lief als mit konventionellem Treibstoff. Bei Airbus und Boeing laufen riesige Programme, das herkömmliche Kerosin durch klimaneutrale Kraftstoffe zu ersetzen, so dass ein steigender Flugverkehr nicht länger klimaschädlich ist.

Diese Produktionsgrundlagen sind bislang noch nicht ausgereift, doch sind sie die Zukunft. 10 bis 15 Jahre braucht man nach Einschätzung von Wissenschaftlern für die Entwicklung eines nachhaltigen und wirtschaftlichen Prozess einer kommerziellen Algensprit-Produktion“ in Photo-Biorealtoren. Wie weit die Wissenschaft hier ist, kann man im Internet unter dem Stichwort „Algensprit“, insbesondere den dort veröffentlichten YouTube-Beiträgen googlen. Hier liegt die Zukunft, da Erdölvorkommen ohnehin endlich sind.

Führend scheint hier die Arbeit der Hochschule Lausitz bzw. des Instituts für Getreideverarbeitung GmbH Arthur-Scheunert-Allee 40/41 in 14558 Nuthetal, Prof. Dr. Dr. Otto Pulz, (stellv. Geschäftsführer und Bereichsleiter Biotechnologie) Tel. 033200/89-151 zu sein. (Kontakt: Hochschule Lausitz (FH), Fakultät für Naturwissenschaften, (Fak. 2), Postfach 101548, 01958 Senftenberg, Großenhainer Str. 57, 01968 Senftenberg, Gebäude 14, Raum 14C.205 (Dekanat), Telefon: +49-(0)3573 85 801, Fax: +49-(0)3573 85 809).

 

2.  Superplus-Benzin-Ersatzkraftstoff für Ottomotoren („O 98“)

„O 98” ist ein Superplus-Benzin-Ersatzkraftstoff für Ottomotoren, basierend auf Ethanol und Pflanzenöl mit 98 bis 104 Oktan. Die Herstellung von O 98 ist genauso unkompliziert, wie der Dieselersatzkraftstoff, sofern man über das nötige Know-How verfügt. Durch die Additive wird die Mischung der Pflanzenöle mit dem Bioethanol gewährleistet. Die Mischungsrezepte sind bei der Grün-Öl GmbH & Co KG im Bankschließfach hinterlegt und nur über einen Notar zugänglich.

Durch die Mischung „O 98” wird die Wirkung des sich heute bereits im Markt befindlichen Ethanol-Kraftstoffes „E 85” (85 % Ethanol, 15 % Benzin) verbessert. „E 85“ kann bereits an speziellen Tankstellen auf eigene Gefahr in dafür umzustellenden Motoren getankt werden. Dabei ist zu beachten, dass (Quelle IAV) die Klopfsensorik im oberen Drehzahlbereich der Motoren steigt, der Verbrauch bei eingestellten Motoren um ca. 30 %, bei nicht- oder schlecht eingestellten Motoren um bis zu ca. 40 % steigt. Diese Erkenntnisse sind laut IAV Stand der Technik, in Südamerika – Brasilien hauptsächlich, wird Ethanol bereits seit mehr als 10 Jahren als Kraftstoff verwendet.

Die wichtigen Vorteile und Merkmale von O 98 sind:

  • Preisliche Vorteile des O 98 Kraftstoffs von 40-50 ct gegenüber traditionellen Superbenzinen.
  • Steuerliche Vorteile gegenüber E85
  • Grundlage ist Bioethanol, ohne besondere Forderungen an die Reinheit.
  • Keine Umstellung der Motoren wie bei E 85, damit keine Kosten für den PKW-Halter.
  • Keine Änderung im Motor- und Abgasmanagement der Kfz.
  • Konventionelle Pflanzenöle können eingesetzt werden.
  • Ökologisch nahezu neutral (Ökobilanz !)
  • Schadstoffausstoß gering, damit viel umweltfreundlicher.
  • Lagerung wie bei E 85, günstiger Weise in Tank-Misch-Lagern.

Wesentlich ist, dass

  • die Rezeptur der Additive geschützt ist (Grün Öl GmbH & Co. KG)
  • Misch- und Dosierverfahren mit internem Know-how vorhanden sind.
  • Misch- und Dosierausrüstung vorhanden ist.

Beim Fahrbetrieb mit „O 98” wurden dazu gegensätzlich folgende Erkenntnisse gewonnen:

  1. die Klopfsensorsignale halbieren sich fast ( von 360 auf 7.940 Signale),
  2. der Verbrauch steigt maximal um lediglich ca. 7 bis 10 %,
  3. der Ausstoß von Schadstoffen sinkt erheblich, voraussichtlich um über 90 % gegenüber dem Betrieb mit mineralischen Kraftstoffen.

Untersuchungen in einer Renault- Prüfstelle haben sehr positive Abgaswerte und deutlich gegenüber Super Benzin verringerte, z. T. drastisch verminderte Schadstoffkonzentrationen ergeben (siehe Anlage 1). Weiterentwicklungs- und Prüfungsmaßnahmen sind noch erforderlich.

Die Vorsorge gegenüber Motorschäden ist durch eine Produkthaftlichtversicherung möglich.

3.  Dieselersatzkraftstoff

Die Herstellung eines Dieselersatzkraftstoffes ist auf zweierlei Weg möglich, wobei die Mischrezepte der Ziffer 1 bei der Grün-Öl GmbH & Co KG hinterlegt sind, genau wie für O 98. Die Lizenz für ein KdV-Verfahren muss zugekauft werden.

  1. aus einer unkomplizierten Mischung von Pflanzenölen mit Bioethanol, sofern man über das nötige Mischungs-Know-How und die richtigen Additive verfügt. Eine Prototyp-Mischanlage für die dezentrale Mischung von Pflanzenölen mit Bioethanol an der Tankstelle ist vorhanden; ein Hersteller-Nachweis ist möglich.
  2. aus Verwertung von Rest- und Abfallstoffen mit organischem Anteil (Altöle aller Art und Schadstoffbelastungen, Kunststoffe aller Art, Fette und Bioöle,    Vakuumrückstände aus der Erdölindustrie) im Wege der katalytischen drucklosen Verölung von Reststoffen. Hauptvorteile gegenüber bekannten Verfahren (Verbrennung, Vergasung, Pyrolyse) bestehen in (a) der Erhöhung der Ausbeute an Dieselöl von ca. 20% auf 90%, (b) in der Senkung der Reaktionstemperatur   von 800 – 1000°C auf 350 – 400°C, (c) in der Verminderung des Gasanfalls von 40 – 50% auf 4 – 7%, und (d) in der Verringerung der CO2-Abgabe an die Atmosphäre um ca. 90%.

Der Einsatz kleiner, kompakter, dezentraler Anlagen ist bei (1) und (2) möglich, womit ein dezentrale, tankstellennahe Herstellung/Vermischung zu gewährleisten ist.

 

4. Vermarktung

Es können mit einem eigenen Mischgerät der Grün-Öl GmbH & Co KG z. Zt. ca. 120 m3 markt-gerecht gemischt werden, Vorlauf ca. 6 Wochen nach Installation Zolllager. Profilierung der Vermarktungsstrategie (gezielte Tests mit Fahrzeugen verschiedener Auto-Hersteller, Winter-/ Sommer-Fahrbetrieb; gezielte Leistungsvergleiche in unterschiedlichen Drehzahlbereichen.

Containertankstellen sind vorgeplant kurzfristig lieferbar. Die doppelwandigen Container, aufstellbar z. B. bei Lizenznehmern „Hermes”, „DPD”, Discountern oder Werkstattketten (ATU) haben ca. 36 – 38 m3 Inhalt, 1 oder 2 Zapfstellen und verfügen über ein Scheckkartenabrechnungssystem; sie benötigen lediglich Strom- und Datenanschlüsse. Ein gibt ein funktionsfähiges Abrechnungssystem.

Für die Produktion von O 98 in größerem Maßstab sind erforderlich ein Bioethanol- Produzent, ein Tank-Misch-Lager, ein Verteiler-Netzwerk (Tankstellen), die die Qualifizierung des O 98 Kraftstoffs durch einen kompetenten Prüfer und die Produktion der angepassten Additive bei den Additiv Produzenten.

Grün-Öl GmbH & Co KG verfügt über ein eigenes EU-Markenrecht „green oil“, wie nachfolgend  abgebildet, wozu sie Lizenzen zu vergeben bereit ist:

 

Eintragungsurkunde "Green Oil"